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Steffen Rumpf, Künster aus Halle (Saale), ist den umgekehrten Weg gegangen. Seit Jahren bringt er seine Mitbürger sanft, aber radikal dazu, sich mit ihren echten und vermeintlichen Bedürfnissen auseinander zu setzen. Er stellt sich hierzu immer Freitag Mittags auf den Marktplatz und baut dort die "offene Kasse" auf. Eine Box, in die jeder, der möchte, etwas hineinlegen und jeder der möchte, beliebig viel herausnehmen kann ...
Jeder, der stehen bleibt, wird durch dieses völlig ergebnissoffene und uneingeschränke Angebot unwillkürlich, aber auch unausweichlich damit konfrontiert, dass er sich mit seinem Verhältnis zu Geld auseinandersetzen muss. Will er oder sie etwas herausnehmen? Wenn ja, wieviel? Braucht man es wirklich? Bräuchten Andere es dringender?
Aber auch die, die geben möchten, müssen sich klären: Wie viel gibt man den, wenn man keine Kontrolle darüber hat, wer es sich nehmen wird und wofür?
Und nicht zuletzt stellt die offene Kasse auch für Steffen eine große Herausforderung dar: Es war nicht immer leicht für ihn, den Dingen ihren Lauf zu lassen, auch er selbt musste für sich das Zulassen und Geschehen-Lassen lernen.
Kennt ihr noch den Zen-Spruch, dass man den Reichen spenden solle, um diesen Gelegehnheit zu geben, von ihrem Streben nach immer Mehr abzulassen? Hier könnt ihr das ebenfalls einmal in einem Real-Life-Experiment anschauen. Ein Obachloser verteilt in einem Einkaufszentrum Geldscheine an reiche "Bedürftige". Viel Spaß ....

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